Zwei nette kleine Damen auf dem Weg nach Norden

Komödie (zeitweilig gesungen) von Pierre Notte Deutsch, Dorothea Renckhoff und Fedora Wesseler, DE, Staatstheater Karlsruhe Ein abenteuerlicher, absurd komischer und anrührender Roadtrip zweier Damen leicht, unterhaltsam, bewegend - ganz so, wie die französischen Chansons, die die Schwestern unterwegs singen.

Regie: Matthias Bauerkamp
Bühne: Lukas Sander
Kostümberatung: Ursina Zürcher
Es spielen: Ursula Grossenbacher & Lisa Schlegel

Für die szenische Lesung seines Stücks "Zwei nette kleine Damen auf dem Weg nach Norden" hat Pierre Notte am 28. Juni den Publikumspreis der Deutsch-Französischen Autorentage in Karlsruhe erhalten. Ihre von trockenem Humor, schlagfertigen Dialogen und geschrammten Autos gespickte Odyssee am Steuer eines gekaperten Autobusses wurde von Ursula Grossenbacher und Lisa Schlegel so hinreißend umgesetzt, dass Schauspieldirektor Knut Weber eine "richtige" Inszenierung in genau dieser Besetzung ankündigte. Nun ist es soweit und die beiden abgedrehten und skurrilen Heldinnen gehen on stage.

Als die 82-jährige Mutter von Bernadette und Annette stirbt, beginnt für die auch nicht mehr ganz taufrischen Schwestern ein Abenteuer – eine Reise mit unbekanntem Ziel, aber mit einem konkreten Vorhaben: Sie wollen ihrem Vater vom Tod der Mutter erzählen. Doch der Vater ist tot und die beiden Geschwister haben nur bruchstückhafte Erinnerungen an sein Grab. Kurzerhand wird die Asche der Mutter in einer Keksdose untergebracht und die Schwestern machen sich von Paris aus auf den Weg nach Norden. Als sie am Zielbahnhof kein Taxi auffinden, entschließen sie sich, den Bus zu nehmen. Doch es erscheint kein Fahrer. Kurzerhand setzt sich Annette hinter das viel zu große und ungelenke Steuer. Ein waghalsiges Unterfangen beginnt, denn Annette ist keine geübte Fahrerin - die Schwestern streifen 27 Autos auf ihrer Busreise der etwas anderen Art. Auf ihrer Reise von Friedhof zu Friedhof geraten sie ins Visier der Justiz, doch es gelingt ihnen, den Polizisten durch gespielte Ohnmacht en und hysterische Anfälle zu entwischen.

Kein Weg zu weit, kein Abgrund zu tief, keine Idee zu verrückt. Pierre Nottes Komödie ist ein abenteuerlicher, eigenwilliger, absurd komischer, aber auch anrührender Roadtrip zweier Damen, der sie in den Norden Frankreichs führt. Dabei bewegen sich die Schwestern nicht nur geographisch, sondern auch in ihrem Inneren fort. Die Toten werden zu Begleitern der Lebenden, die auf ihrer ungewöhnlichen Reise das Leben neu entdecken.

PIERRE NOTTE
Pierre Notte wurde 1969 in Amiens geboren und arbeitet als Autor, Regisseur, Schauspieler und Dozent. Seit den 90er Jahren schreibt Pierre Notte für das Theater. Seine Stücke werden in ganz Frankreich gespielt und sind in den letzten Jahren vielfach ausgezeichnet worden: 2003 gewann Pierre Notte das vom Centre National des Lettres ausgeschriebene Förderstipendium für szenisches Schreiben. Mit "Moi aussi je suis Catherine Deneuve" gewann Pierre Notte 2005 den Theaterpreis der Stiftung Diane und Lucien Barrière.

Ein Jahr später wurde das Stück mit dem "Molière", dem französischen Theaterpendant zum "César" als bestes Theaterstück am Privattheater ausgezeichnet. Im selben Jahr war Pierre Notte auch in der Kategorie "Bester Autor" nominiert. 2006 wurde Pierre Notte vom französischen Autoren- und Komponistenverband mit dem Preis "Neues Talent Theater" ausgezeichnet.

Seit 2002 sind die Arbeiten von Pierre Notte immer wieder im Rahmen des renommierten Festivals d’Avignon zu sehen. Im März 2008 wurde sein neuestes Stück "Deux petites dames vers le nord" mit Catherine Salviat und Christine Murillo im Théâtre de la Pépinière Opéra uraufgeführt. Pierre Notte ist Träger des Rittersorden „Arts et des Lettres“. Seit Herbst 2006 ist er Generalsekretär der Comédie-Française.

Cube 521 1-3, Driicht, Marnach, Luxembourg

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