Fado in Jazz - Telmo Pires und Maria Baptist

Telmo Pires gehört zu einer neuen Generation von Interpreten, die den gegen Ende des 19. Jahrhunderts in den Hafenvierteln von Lissabon entstandenen Fado entstauben und in neuer Instrumentierung unter Einbeziehung eines breiten Spektrums zeitgenössischer populärer Musik zum authentischen Ausdruck ihres heutigen Lebensgefühls verbinden.
Seine Lieder umspannen die Seele mit Sehnsucht, Liebe und Trauer, als fühle er, dass wir für den Rest unseres Lebens einen Vorrat anlegen müssen. Er singt mit Leidenschaft und Sinnlichkeit und bricht das Klischee des ewig traurigen, melancholischen Fados.
Authentisch und kunstvoll zeigt er uns den Fado in Hingabe und Erregung, und seine Melancholie -"Saudade"- als den Genuß, traurig zu sein und somit als transzendierte Form des Glücklichseins. Als Prototyp des modernen Europäers pendelt der in Portugal geborene Pires zwischen seiner Heimat und den urbanen Metropolen Paris und Berlin. Die Liebe und der Respekt, die er den eigenen kulturellen Wurzeln entgegenbringt und das Selbstverständnis und die Offenheit der Musiker, denen er in Berlin begegnet, bringt diesen, sehr eigenen und für den Fado einzigartigen Stil hervor.
Am 6. November fand in Berlin sein Konzertdebut mit der Jazzpianistin Maria Baptist statt. Eine Albumaufnahme ist für den Winter 2008/09 geplant. Die Konzerte folgen ab Frühjahr'09.

TELMO PIRES
Telmo Pires wurde in Portugal geboren. Nach der Nelkenrevolution zogen die Eltern mit ihm 1974 nach Deutschland. Nach dem Abitur probierte er sich als Sänger und Schauspieler bei diversen Musik- und Theaterproduktionen aus und hatte seinen ersten musikalischen Soloabend.
Bis 2001 arbeitete als selbstständiger Musiker und produzierte zwei CDs: „chansons fado lieder“ (1998) und „canto“ (2001). Für „canto“ arbeitete er mit dem Flamenco-Star-Gitarrist Rafael Cortes zusammen, der eigens für ihn einen Song komponierte. Die gesamte „canto-Tour“ stand unter der Schirmherrschaft des Portugiesischen Kulturinstituts und der Botschaft.
2002 begann er die Zusammenarbeit mit Berliner Musikern und stellte seine erste Band mit ausschließlich Jazzmusikern zusammen. Mit ihnen nahm er das Album „Passos“ auf, das 2004 beim Berliner Label „Traumton“ erschien.
Nach dem Beginn der Zusammenarbeit mit dem portugiesischen Gitarristen Ivo Guedes fanden Pires Konzerte bis 2008 in der Besetzung: Flügel, Kontrabass, Percussion und Portugiesische „Fado“ Gitarre statt. 2007 sprach er das Hörbuch „Samba do Cajú“ von Claus Schreiner ein, was bei Tropical Music /Sony BMG erschienen ist und spielt die Rolle des peruanischen „Carlos“ im Kurzfilm „Dinner for four“ der Regisseurin Jutta von Stieglitz.
Im Sommer 2008 begann die Zusammenarbeit mit der deutschen Jazzpianistin Maria Baptist und seit Herbst 2008 spielt und singt er die Rolle des „Sohnes“ im Balettabend „Fado=Schicksal“ des portugiesischen Choreografen Hugo Viera am Stadttheater Gera.

MARIA BAPTIST
Maria Baptist wurde in Berlin geboren und begann mit 6 Jahren das Klavierspiel.
Später studierte sie Klassik, Jazz und Komposition in Berlin und an der New School in New York.
Sie ist Preisträgerin nationaler und internationaler Wettbewerbe, unter anderem Siegerin beim Leipziger-Jazz-Nachwuchsfestival (1996) sowie Preisträgerin beim Thad Jones Komponistenwettbewerb für großes Orchester mit dem Danish Radio Jazz Orchestra in Kopenhagen (2000).
Ihre Auftritte führten Sie u.a. in die USA, nach Frankreich, Island, Italien, Kuba und Spanien. Als erste Jazzpianistin überhaupt hat sie Arnold Schoenbergs „Pierrot Lunaire“ mit dem Kammerensemble opus21musikplus eingespielt. Sie arbeitete bereits mit Solisten wie Gitte Haenning, Rolf Kühn oder Ingrid Jensen zusammen.
Seit 2001 ist sie Gastprofessorin an der „Hochschule für Musik Hanns Eisler “ in Berlin und arbeitet weiterhin mit ihrem Jazz Trio.

Pressestimmen
"Telmo Pires ist ein Magier seines Genres." Die Welt

„Telmo Pires hat sich als Interpret einer neuen Generation behauptet. Er entwickelt seinen eigenen Stil durch eine unkonventionelle Instrumentierung und das Aufgreifen von anderen musikalischen Elementen wie Jazz. Mit ihm gelangt der Fado über die alten Hafenviertel Lissabons hinaus um sich im Herzen eines modernen, globalen Europas anzusiedeln. Jornal de Noticias, Portugal
Cube 521 1-3, Driicht, Marnach, Luxembourg

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