| Wolfram Lattke |
Tenor |
| Martin Lattke |
Tenor |
| Frank Ozimek |
Bariton |
| Daniel Knauft |
Bass |
| Holger Krause |
Bass |
Im Jahr 1992 von ehemaligen Mitgliedern des Leipziger Thomanerchores gegründet zählt das Ensemble heute zu den führenden Vokalensembles weltweit. Unverwechselbarer Klang, atemberaubende Homogenität, musikalische Stilsicherheit und eine gehörige Portion Charme und Witz sind die besonderen Markenzeichen des Ensembles. Das äußerst facettenreiche und breitgefächerte Repertoire umfasst Gesänge des Mittelalters, Madrigale und Messen der Renaissance, Kompositionen und Werkzyklen der europäischen Romantik und des 20. Jahrhunderts sowie A-cappella-Arrangements weltweit gesammelter Volkslieder und bekannter Songs aus Rock, Pop, Soul und Jazz.
Dem Neuen gegenüber aufgeschlossen, legen die Sänger großen Wert auf die Pflege und Förderung zeitgenössischer Musik. So schrieben u.a. Bernd Franke, Steffen Schleiermacher, Ivan Moody, James MacMillan, Sidney M. Boquiren, Siegfried Thiele und Dimitri Terzakis Werke für amarcord. Wenngleich reine A-cappella-Programme im Mittelpunkt der Konzerttätigkeit stehen, gibt es regelmäßig Projekte mit namhaften Ensembles und Künstlern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, der Lautten Compagney, der Cappella Sagittariana, dem Leipziger Streichquartett, den KlazzBrothers, der Pianistin Ragna Schirmer, dem Bandoneonvirtuosen Per Arne Glorvigen und dem Geiger Daniel Hope.
Das Vokalensemble ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe (Tolosa/Spanien, Tampere/Finnland, Pohlheim/Deutschland, 1. Chor-Olympiade in Linz/Österreich). Im Jahr 2002 gewann das Ensemble den Deutschen Musikwettbewerb, nachdem es bereits zwei Jahre zuvor mit dem Stipendium und der Aufnahme in die Bundesauswahl Konzerte junger Künstler des Deutschen Musikrates ausgezeichnet worden war. 2004 wurden die Sänger als erstes Vokalensemble mit dem Preis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet. Meisterkurse bei den King’s Singers und dem Hilliard Ensemble gaben der Gruppe wertvolle Impulse.
Neben dem Gewandhausorchester und dem Thomanerchor zählt Amarcord zu den wichtigsten Repräsentanten der Musikstadt Leipzig im In- und Ausland. Regelmäßig gastiert die Gruppe bei den bedeutenden Musikfestivals. Zahlreiche Konzerttourneen führten die Sänger Mittlerweile in über 40 Länder und auf alle Kontinente der Erde. In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut gastierten sie zudem in Australien, Südostasien, dem Nahen Osten und in Mittelamerika.
Das 1997 von Amarcord ins Leben gerufene Internationale Festival für Vokalmusik „a cappella“ (www.a-cappella-festival.de) hat sich unter der künstlerischen Leitung der Gruppe zu einem der wichtigsten Festivals seiner Art entwickelt. Regelmäßig sind die Stars der Szene wie The Real Group, The King’s Singers, Take 6 oder das Hilliard Ensemble im Frühjahr in Leipzig zu erleben.
Zahlreiche CDs dokumentieren eindrucksvoll die Facetten des Repertoires. Die 2009 erschienene CD „Rastlose Liebe – ein Spaziergang durch das romantische Leipzig“ erhielt den ECHO Klassik, den luxemburgischen Supersonic Award und wurde Anfang 2010 zudem für den MIDEM Classical Award, den wichtigsten Preis der europäischen Schallplattenkritik, nominiert. Außerdem wurde diese CD – wie schon „Nun komm der Heiden Heiland“, „Incessament“ und „Hear the voice" - mit dem renommierten Contemporary A Cappella Recording Award, dem „a-cappella-Oscar“, ausgezeichnet. Im Februar 2010 legte amarcord seine erste CD-Produktion gemeinsam mit Orchester vor: eine rekonstruierte Fassung von Johann Sebastian Bachs Markus-Passion unter Mitwirkung von Dominique Horwitz und der Kölner Akademie.
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