Martin, Doris und Lulatsch sind nicht mehr in Da, sie sind endlich in Weck. Das ist der Ort, an dem niemand mehr blöde Scherze mit Martin macht, weil er so klein ist. Wo Lulatsch ungestört nachdenken kann, ohne dass die anderen ihn wegen seiner Länge hänseln. Wo Wünsche erfüllt werden, kaum dass sie ausgesprochen sind. Eben noch war hier alles herrlich einsam. Doch jetzt, wo sie zu dritt sind, geht alles wieder von vorne los. Denn Doris, die Neue, ist nicht eben auf den Mund gefallen. Freigiebig teilt sie aus: Bohnenstange, Langer Lulatsch, Knirps, Zwerg. Dabei wünscht sie sich eigentlich nur, nicht aufzufallen, gleich unter Gleichen zu sein. In ihrem Fall heißt das einfach, eine dicke Doris sein dürfen. Vielleicht geht das nur an einem neuen, noch einsameren Ort? Oder gibt es einen Weg zurück? Ein spielerischer Umgang mit dem Anders-Sein, dem nur mit Mut und guten Freunden beizukommen ist.
Pressestimmen
Wo derartig genau und hintergründig gearbeitet wird und man sich nicht in wolkigem Poetisieren verliert, entsteht eine Inszenierung mit Substanz. Solche Produktionen sieht man gerne mehr als einmal und von den 6-Jährigen bis zu den Teenagern kann jeder dem Geschehen folgen und etwas finden, das ihn angeht. Mit den knalligen Kostümen von Regina Rösing, den dezent unterlegten Klängen von Verena Guido und dem stilvoll in sich geschlossenen Bühnenbild erhält die intelligente Inszenierung ein Kleid, das unwiderstehliche Freude bereitet.
Choices
Wahrscheinlich ist es unmöglich (...) den großen und kleinen Selbstzweifeln im Leben mit noch mehr Fantasie und Einfühlungsvermögen zu begegnen, als Rüdiger Pape und seine drei Darsteller das in 'Über Lang oder Kurz' tun.
Kölner Stadt-Anzeiger
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