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Lee Konitz New Quartet

Do 25.10.2012 20:00 Uhr

Lee Konitz New Quartet

Lee Konitz alto sax, Florian Weber piano, Jeff Denson double bass, Dan Weiss drums.
Lee Konitz, der Saxophonist der noch immer so cool und dennoch ergreifend bläst wie zu jener Zeit, da er eine der wenigen übergreifenden Identifikations-Figuren gleich einer ganzen Ära war, der allein gegen einen ganzen Parker-Kosmos stand und dennoch seinen eigenen Stil durchsetzte. Eine Legende im Cube 521!


Eintrittspreise: Erwachsene: 20,00 € / Gruppe: 16,00 € / Ermäßigt: 10,00 €
Tickets:
- telephonisch: +352 521 521 (Cube 521), +352 47 08 95 1 (Luxembourg-Ticket)
- per Email: info@cube521.lu
- online auf LuxembourgTicket.lu (nur Erwachsenen-Tarif):
   Do 25.10.2012 20:00 Uhr

Lee Konitz

Lee Konitz (1927 Chicago), der Saxophonist, der noch immer so cool und dennoch ergreifend bläst wie zu jener Zeit: mit 21 Jahren war er in New York Mitglied im berühmten Miles Davis/Gil Evans-Nonett, realisierte Duo-Projekte mit Musikern wie Gitarrist Jim Hall, Posaunisten Albert Mangelsdorff, gemeinsam mit einem Streichquartett ging er mit dem Lee Konitz String Project auf Tournee und improvisierte über Musik des französischen Impressionismus; um nur einige Details seiner beachtlichen musikalischen Laufbahn zu erwähnen. Er war eine der wenigen übergreifenden Identifikations-Figuren gleich einer ganzen Ära, der Altist, der allein gegen einen ganzen Parker-Kosmos stand und dennoch seinen eigenen Stil durchsetzte. Eine Legende! Mit seiner charakteristischen Ruhe, Offenheit und Beharrlichkeit hat er seine Improvisationen kontinuierlich in einer selten gewordenen ‚Quintessenz des Jazz‘ fortentwickelt.“ Die LPs und CDs von Konitz erschienen bei großen Labels wie Universal, oft auch bei Independent Labels wie z. B. Philology in Italien, Nabel und Enja in Deutschland, Nato in Belgien und Frankreich oder HatHut Records in der Schweiz. 1992 erhielt er den hochdotierten Jazzpar-Preis. Für 2009 erhielt er die NEA Jazz Masters Fellowship.

Florian Weber

Florian Weber wurde 1977, als Sohn eines Musikprofessors und einer Opernsängerin, in Detmold geboren. Er studierte Musik in Demold und Köln, war mit 19 Pianist im Bundesjazzorchester und mit 22 bekam er ein Stipendium für das renommierte Berklee College of Music. Im Juni 2007 hat Florian Weber einen Ruf auf eine Professur für Jazzklavier am Institut für Musik der FH Osnabrück erhalten.
Florian Weber ist mehrfacher Preisträger wie z.B. den Steinway & Sons Preis eines Klaviersolisten Wettbewerbs des Montreux Jazz Festivals 2002.

Jeff Denson

Jeff Denson (geb. 1976 in Arlington, VA) arbeitete als Freelancer an der US-Ostküste und in Europa, wo er u.a. mit Lee Konitz, Joe Lovano, Charlie Byrd, Kenny Werner spielte. Er erhielt den Berklee Outstanding Performer Award (2002) und machte an der Florida State University seinen Master-Abschluss (2005).

Trio Minsarah

Die Mitglieder des multinationalen Trio Minsarah (Florian Weber piano, Jeff Denson double bass, Ziv Ravitz drums) lernten einander im September 2000, während des Studiums am renommierten Berklee College of Music in Boston kennen. Dort entwickelten sie eine intensive musikalische Zusammenarbeit und einen außergewöhnlichen, einzigartigen Stil als Trio. Die drei bilden ein Team dicht agierender Improvisatoren, besitzen dramatische Intensität, einen unverbrauchten Lyrizismus, einen ganz eigenen melodischen Tonfall und einen Sinn für innovative Abenteuer.
Nach einer Tournee durch Japan und Rumänien im Jahre 2004, folgten, ab 2005, mehrere Tourneen entlang der Ost- und Westküste der USA und 2006 ein Auftritt beim JVC Jazzfestival in Paris; Jazzfest, Berlin; Enjoy Jazz, Heidelberg; sowie die Veröffentlichung der, von den Kritikern mit Begeisterung gehörten, Minsarah CD bei Enja Records.
Im Januar 2007 war das Minsarah Album auf der Bestenliste der Deutschen Schallplattenkritik. Im September 2007 nahm Minsarah ein gemeinsames Album für Enja Records in einem New Yorker Studio zusammen mit Lee Konitz auf.

Die Beziehung zwischen Lee Konitz und dem Trio Minsarah begann vor einigen Jahren in Köln, wo Lee fast 20 Jahre lang lebte, bevor er in die USA zurückging. Lee hat das internationale Trio des deutschen Pianisten Florian Weber, des US-Bassisten Jeff Denson und des israelischen Schlagzeugers Ziv Ravitz bei Konzerten gehört und war unmittelbar tief beeindruckt. Die vier begannen gemeinsam in Deutschland und vor allem den USA aufzutreten, die erste CD "Deep Lee" wurde im Systems Two Studio in Brooklyn aufgenommen. Lee wusste schnell, dass er hervorragende, aufregende Partner gefunden hatte, die ihn das Material, über das er sein Leben lang improvisiert hatte, mit neuen Ohren hören ließen.

Für den Auftritt im Village Vanguard in New York – wohl mit Recht der berühmteste Jazz-Club der Welt – probte das Quartett in Lees Wohnung an der Upper Westside. Dabei meinte der mit viel trockenem Humor begabte Konitz: „Lasst es uns als Quiz angehen. Wir fangen sofort an zu improvisieren, spielen keine Melodie und geben nur kleine Hinweise auf den Titel. Wer im Publikum zuerst kapiert, worum es sich handelt, soll den Finger heben und wir kaufen ihm einen Drink in der Pause.“ Und so wurde es auch weitgehend gehalten – dem Publikum gefiel es. Dieses Konzept befreite Lee von zu strengen harmonischen Regeln und er konnte seinen unendlichen Einfallsreichtum an Melodien voll ausbreiten.

Lee hatte seinen letzten Auftritt im Vanguard im Jahr 1983, bevor er nach Europa ging. So wichtig waren ihm das neue Engagement und die Aufnahme, dass er nun sein Lieblingssaxophon aus Lennie-Tristano-Tagen, das er viele Jahre nicht mehr gespielt hatte, bei seinem alten sax doctor in Chicago gründlich überholen und in beste Form bringen ließ. Er betont, dass die Aufnahme mit Minsarah unbedingt ein Höhepunkt in seiner langen Karriere ist. Jahrzehntelang hatte er keine feste eigene Gruppe, dies aber sei nun das Lee Konitz New Quartet. Lee Konitz hat sich auch über das begeisterte „Welcome Home“ gefreut, das ihm die New Yorker Presse und das enthusiastische Publikum bereiteten. Am zweiten Abend des eine Woche dauernden Engagements brachte das Feuilleton der New York Times eine halbe Seite darüber.