For you my love!

Erwachsene:25.00€ / Gruppe:20.00€ / < 26 Jahren:12.00

Schauburg München. Tanztheater von Johanna Richter. Inspiriert von Shakespeares gesammelten Werken und der Frage, wie es wäre, wenn unsere Liebe bedingungslos wäre. Mit: Tim Bergmann (bekannt aus Film und Fernsehen), Saša Kekez, Moritz Ostruschnjak, Búi Rouch, Jannis Spengler.

Dieses Projekt wird gefördert von der Landeshauptstadt München - Kulturreferat.

Oh love ! Oh life! Not life but love in death!
Romeo and Julia IV,5

Tanztheater von Johanna Richter und dem Ensemble
Company : genX
Ensemble: Tim Bergmann, Sasa Kekez, Búi Rouch, Moritz Ostruschnjak, Jannis Spengler
Konzept, Regie, Dramaturgie: Johanna Richter
Bühne: Mark Rosinski
Kostüm: Jörg Christel und Uwe Sinn
Videodesign: Thomas Göbl, Felix Hartmann
Kampfchoreographie: Heinz Wanitschek
Licht: Tobias Zohner
Assistenz: Selina Gehring

Fünf Performer (drei Schauspieler und zwei Tänzer) reisen in die Welt von Shakespeares Werken. In allen Facetten des Tanztheaters bringen sie die Geschichten der klassischen Helden auf die Bühne – radikal, performativ, zeitgemäß, direkt und spontan, als eine universelle körperliche Erfahrung. Sie stellen sich den Dramen der Menschheit, den Tragödien und Konflikten und wechseln laufend, spielerisch von Figur zu Figur.

So entspinnt sich von Stück zu Stück der immerwährende Kreislauf von Liebe und Tod und im Wirbel dieser Ausweglosigkeit wird klar: alle tragischen Konflikte, in die Shakespeares Helden geraten, und für deren Lösung sie kämpfen, beginnen im Namen der Liebe, die zu Hass verklärt und schließlich tödlich endet.

Familien kämpfen für ihre Nachfahren, Söhne gegen Brüder,  Töchter gegen Väter, Könige gegen Eroberer, Länder gegen Staaten – eine ewige Menschheitsgeschichte! Wo nicht möglich ist, Kompromisse zu finden, das Aufeinander zu zum radikalen Angriff wird, bleibt zuletzt nur Tod und Zerstörung. Shakespeare zeigt uns alle: Romeo, Hamlet, Lear, Othello, Macbeth, Richard ... – wie sie zusammen brechen unter der Last ihrer eigenen kompromisslosen Ideale. Er erzählt die ewig gültigen Geschichten von Menschen, die in ihr eigenes Inferno laufen, weil sie mit Rache, Neid, Eifersucht und Krieg nur dasselbe provozieren. Im Kreise der Familie wie in der globalen Welt– zu Shakespeares Zeit – wie heute!

„For you my love!“ ist inspiriert von sechs Shakespeare Stücken, die im Mikro Kosmos der Familie beginnen. (Romeo und Julia, Hamlet, König Lear, Othello, Macbeth, Richard III)

Um den Kreislauf der Ausweglosigkeit zu manifestieren, verschmelzen die Stücke ineinander, so dass schließlich auch die Performer mehr und mehr in den Strudel der Macht hineingerissen werden. Sie verlieren sich mehr und mehr in den Geschichten und Figuren und überschreiten unmerklich selbst die „rote Linie“ zur Gewalt. Als würde „Pandoras Box“ geöffnet, wecken die Themen der alten Helden auch in den Performern archaische Muster und Kräfte, jenseits der zivilisierten Gesellschaft, die sie nicht mehr kontrollieren können. Aber es gibt einen Punkt, an dem man umkehren kann, an dem man innehält, um das Äußerste zu verhindern  – und es gilt ihn zu finden!

Shakespeares Helden kehren nicht um. Sie sterben und töten für ihre Ziele. Radikalität vernichtet - damals wie heute! Das lehren uns diese Stücke und das zeigt uns täglich unsere Welt. „How far would you go for love?“ heißt die Frage am Anfang von „For you my love!“

Wir finden keine Antwort, aber zeigen die Irritation und Erschöpfung gerade eben noch heil aus dem Kampf heraus gekommen zu sein, um sich mit Mühe dorthin zu zurück zu finden, wo wir leben wollen – in der Menschlichkeit.
 

Romeo und Julia
Zwei Familien liegen seit Generationen in erbittertem Streit. Sie wohnen in derselben Stadt, wodurch sich ihre Kinder und Verwandten unweigerlich immer wieder auf der Straße treffen. Das bedeutet Streit, Kampf und Hass auf beiden Seiten. Eines Tages treffen sich der Sohn aus einer der Familien und die Tochter der anderen und verlieben sich – auf den ersten Blick. Eigentlich könnte das den lang ersehnten Frieden bringen, aber die Familienbanden sind zu stark. Das Töten geht weiter. Und am Schluss ist auch das Liebespaar tot. Zu spät sehen die Familien, dass sie das Wertvollste verloren haben: Ihre Kinder und damit ihre Zukunft.

Hamlet
Ein Sohn verliert seinen Vater und muss miterleben, wie die Witwe, seine Mutter, sofort einen anderen Mann heiratet. Und dieser Mann ist sein Onkel, den er nicht mag. Verletzt und aus der Bahn geworfen versucht der Sohn, bei seinem besten Freund Halt zu finden. Einem Mädchen, das er liebt, gesteht er seine Gefühle. Immer wieder verliert er sich in Gedanken und möchte weg aus dieser Welt. Eines Tages begegnet ihm der Geist seines Vaters und erzählt ihm, dass er nicht eines natürlichen Todes gestorben ist, sondern von eben dem Onkel ermordet wurde, der nun sein Stiefvater ist. Der Sohn soll ihn rächen. Als der Sohn versucht, diesen Auftrag zu erfüllen, scheitert er an seinen Zweifeln und Ängsten, so dass am Ende alle in den Abgrund gerissen werden.

König Lear
Ein Vater hat drei Töchter und möchte – da er in die Jahre gekommen ist – sein Erbe verteilen. Als Bedingung soll jede Tochter ihm ihre Liebe beweisen. Die beiden älteren Töchter versuchen alles, um dieser Erwartung gerecht zu werden, die Jüngste dagegen macht nichts und vertraut darauf, dass der Vater ihre ehrliche Liebe spürt. Der aber ist zutiefst enttäuscht von ihrer „Weigerung“, enterbt sie und schmeißt sie aus dem Haus. Er ahnt nichts von der Gier der beiden älteren Töchter, die nur auf das Erbe gewartet haben. Sie machen aus ihm einen alten, gebrochenen Narren und schicken ihn in die Wüste. Um den Vater zu retten, kommt die jüngste Tochter schließlich zurück. Doch der Vater erkennt zu spät, dass er einen furchtbaren Fehler gemacht hat, als er ihre aufrichtige Liebe nicht erkannt hat, und so gehen alle im Kampf um die Macht unter.

Othello
Ein ehrenwerter Mann heiratet eine junge, liebevolle Frau. Obwohl er aus einem fernen Land kommt, hat er Karriere gemacht, bekleidet eine Führungsposition und hat eine einheimische Frau gefunden, die ihn bedingungslos liebt. Doch es gibt Neider, die ihn hassen, weil er hat, was sie besitzen wollen, und weil er fremd ist. Als er einen Kandidaten in ein Amt erhebt, das ein Konkurrent für sich beansprucht, entfacht sich eine hinterhältige Intrige. Der abgelehnte Konkurrent verwickelt den neu gekürten Amtsträger in eine vermeintliche Affäre mit seiner frisch vermählten Frau. Sie und er wissen nichts von dieser Absicht. Der Plan geht auf: Die Eifersucht siegt über das wahre Gefühl. Der Mann ermordet seine Frau und erfährt zu spät, das sie nichts anderes war als ihn treu liebend und unschuldig.

Macbeth
Ein hoher Offizier zieht in den Krieg für sein Land. Er weiß um die Dankbarkeit seines Königs, der ihn auszeichnet und schätzt. Eines Tages träumt der Offizier davon, selbst König zu werden. Das erzählt er seiner Frau. Die ist schon lange unzufrieden mit der Position ihres Mannes und stachelt ihn an, diesem Traum zu glauben, den König zu ermorden und sich zu nehmen, was ihm zustehe. Obwohl er Zweifel hat, begeht der Offizier tatsächlich diesen Mord und wird König. Aber ab jetzt beherrscht ihn die Angst, dass die Tat auffliegt und die Rache der Erben auf ihn zurückfällt. Also muss er alle, die zur Gefahr werden könnten, ebenfalls ermorden. Eine endlose Schreckensherrschaft ist das Ergebnis, die auch seine Frau in den Selbstmord treibt. Am Ende steht er vor einem zerstörten Reich und wird von seinen Widersachern getötet.

Richard III.
Ein junger Mann hat es nicht leicht, sich und sein Leben zu lieben. Er ist körperlich missgebildet, empfindet sich als hässlich, vom Schicksal benachteiligt und von Familie und Gesellschaft verstoßen. Seinen beiden älteren Brüder dagegen scheinen sich alle Wünsche zu erfüllen: Sie besitzen das Familienerbe oder haben zumindest Aussicht darauf, haben eine Frau und ein gesichertes Leben. Über Jahre wächst sein Hass auf die beiden, dass er entscheidet, die Macht an sich zu reißen. Er räumt alle aus dem Weg, die ihm bei seinem Plan hinderlich sind und sichert sich geschickt Verbündete, die ihm erst helfen und danach ebenfalls getötet werden. Er geht über Leichen und empfindet sein Handeln als gerecht. Zuletzt aber fällt er seinem eigenen Tun zum Opfer. Seine Gegner wollen die Macht zurückerobern. Am Ende ein Innehalten!

Dauer: 90' ohne Pause

 

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